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Öffentliche Auswertung des Sicherheitskonzepts zum Märchenmarkt 2025

Die öffentliche Auswertung des Märchenmarktes 2025 in Gera, die am 30. Januar 2026 stattfand, zog eine überwiegend positive Bilanz, benannte jedoch auch konkrete Herausforderungen.

Zahlen und Fakten
255.000 Besucher
27 Tage geöffnet
65 Händler (7 Händler mehr als 2024)
29 feste Zufahrtssperren
6 befahrbare Zufahrtssperren

Verlauf und wirtschaftliche Aspekte
Der Markt fand an 27 Tagen statt, beginnend am Donnerstag vor dem ersten Advent bis zum 23. Dezember. Begünstigt durch außergewöhnlich mildes und trockenes Wetter konnten hohe Besucherzahlen und gute Händlerumsätze erzielt werden. Mit mindestens sieben neuen Händlern war das Angebot umfangreicher als im Vorjahr. Trotz der positiven Resonanz auf die Vielfalt wurde der „luftigere“ Aufbau mit größeren Abständen zwischen den Buden von Besuchern und Stammkunden teilweise als weniger einladend empfunden, da der typische, dichte Marktcharakter verloren ging.

Sicherheit und Ordnung
Das Sicherheitskonzept wurde in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt umgesetzt. Es gab keine sicherheitsrelevanten Störungen. Vandalismus war im Vergleich zu Vorjahren minimal; lediglich vier versuchte Einbrüche in Buden mit reinem Sachschaden wurden verzeichnet. Sechs strategisch platzierte Klappschränke und mobile „City Safe“-Elemente sicherten das Gelände. Diese Sperren mussten 15-mal reibungslos für Einsatzkräfte geöffnet werden. Kritik gab es jedoch an der Optik der Absperrungen, die bei Besuchern ein Barrieregefühl auslösten; künftig sollen dekorative Verkleidungen, etwa in Form von Geschenkboxen, die Akzeptanz erhöhen.

Kontroverse um die Öffnungszeiten
Ein zentraler Diskussionspunkt war die Verschiebung der Öffnungszeit von 10:00 Uhr auf 11:00 Uhr. Diese Entscheidung wurde als Kompromiss getroffen, um Lieferdiensten und Anwohnern bis 11:00 Uhr die Zufahrt zu ermöglichen. Händlervertreter kritisierten dies scharf, da die fehlende Stunde insbesondere in der Gastronomie zu erheblichen Umsatzverlusten führte. Zudem blieben Kindergärten und Schulklassen fern, da deren Zeitplan oft eine Rückreise vor der Mittagszeit erfordert. Die Kommunikation hierzu wurde aufgrund uneinheitlicher Angaben auf Flyern und Webseiten als verbesserungswürdig eingestuft.

Infrastruktur und Ausblick
Im Bereich der Infrastruktur wurden unhygienisch platzierte Müllpressen und eine unzureichende Anzahl öffentlicher Toiletten bemängelt. Auch die Barrierefreiheit, insbesondere bei Kabelbrücken, soll optimiert werden. Für den Märchenmarkt 2026 sind bereits Maßnahmen wie eine verbesserte Verkehrslenkung gegen Falschparker und eine Prüfung attraktiverer Standorte für den Rundlauf geplant. Zudem soll in den nächsten Wochen das Feedback des Händlerbeirats zu einer möglichen Verlagerung des Wochenmarktes eingeholt werden.

Verfasser:
Kerstin Müller
stellv. Fraktionsvorsitzende